Coca Cola – die Flasche mit dem ganz besonderen Schmelz

Mülltrennung ist fein, Müllvermeidung ist noch besser. Hat man sich anscheinend auch bei Coca Cola gedacht und zumindest in Südamerika die erste Coke-Flasche aus Eis getestet:

Die Eisflaschen werden mit Cola befüllt und dann nur mit einer Schutzmanschette versehen, damit sich niemand die Finger verkühlt. Ist die Coke dann ausgetrunken, kann man sich mit dem Eis noch abkühlen oder es einfach wegschmelzen lassen (und natürlich die Manschette ordentlich entsorgen…).

Noch toller wäre es doch nun noch, wenn auch der Cola-Automat aus Eis wäre, oder? Stimmt. Und auch das gibt es schon, diesmal allerdings von 7Up:

Erfrischende Ideen, noch eher Marketinggags, aber wer weiß, wie wir unsere Softdrinks im nächsten Sommer zu uns nehmen werden…

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Wie man green marketing auch vollkommen falsch verstehen kann…

Ich kann ja stundenlang von green marketing erzählen, denn das Thema ist ziemlich komplex. Aber wenn man nicht richtig hinhört, dann kann green marketing auch sehr schnell sehr falsch verstanden werden:

Das ist nun jedenfalls definitiv nicht mit green marketing gemeint… 🙂 Aber einen Versuch war’s ja wert….

Ungewollte Transparenz – Mogelverpacker entlarvt

Wenn es darum geht, fair zu verkaufen (ob es auch ein „ehrliches Verkaufen“ gibt, müsste noch einmal gesondert diskutiert werden…), dann gehört zu diesem Thema auch die Verpackung dazu.

Ursprünglich ein Transportschutz, verkauft die Verpackung heute als letzter Impact das Produkt am Point of sale. Verpackungsdesign (Form, Farbe, Größe…) wird im Kampf um die Aufmerksamkeit des Verbrauchers beim Einkauf immer wichtiger.

Doch mittlerweile wird die Verpackung immer häufiger dazu benutzt, verdeckte Preiserhöhungen durchzusetzen, wie die Verbraucherzentrale Hamburg kürzlich berichtete.

So verwendet Lenor zum Beispiel den „Jumbo-Trick“: 20% mehr Inhalt in den großen Flaschen bringen eine Preiserhöhung von 114,3% mit sich – und wer von uns rechnet das mal schnell im Kopf nach, wenn er am Supermarktregal steht?

Andere Produkte bleiben zwar „preisstabil“, aber die Menge wird sukzessive immer weniger: In der „Pringels“-Dose sank  z.B. der Inhalt von 200 Gramm erst auf 170 – und nun auf 165 Gramm. Auch das „Yes-Torty“ wog früher einmal 38 Gramm, heute nur noch 32.

Weitere Beispiel finden sich hier.

Die Hamburger Verbraucherschützer haben aber noch einmal nachgelegt und Verpackungen geröngt.  Dabei kam heraus, dass in vielen Verpackungen unnötigerweise mehr als 50% Luft sind – in einzelnen Fällen sogar bis zu 90%!

Maggi Reiskugeln

Trüffel-Luftpackung

Trüffel-Luftpackung

Diese Mogeleien lassen sich nicht nur im Lebensmittelbereich, sondern auch bei kosmetischen und anderen Produkten finden. Mehr Beispiele dazu hier.

Die ungewollte Transparenz durch den Röntgenblick bringt es an den Tag: Wir kaufen in erster Linie leere Verpackungen ein! Das Produkt macht sich im Regal groß und wir fallen darauf rein…. Die Hersteller reiben sich die Hände, denn der Käufer lässt sich weiterhin gerne auf dieses Spiel ein: Auch der Verbraucherschutz bedauert, dass die Konsumenten solche Anbieter bislang noch nicht boykottieren.

Unter dem Aspekt des „green marketing“ sollten wir jedoch daran denken, dass hier unnötig Verpackungsmüll produziert wird, der in der Produktion Geld kostet und Rohstoffe verbraucht, die dann wiederum von uns in den Müll geworfen werden. Hier muss dringend nicht nur ein Umdenken stattfinden, sondern wir sollten auch handeln, wenn wir nicht wollen, dass auf diese Weise die Müllberge weiter anwachsen!

Wir sind die Konsumenten, die Verbraucher, wir können Mogelpackungen links liegen lassen und so die Produzenten für ihr Tun abstrafen…. Wir haben es in der Hand!