Finde den Fehler!

Das Ziel beim Unilever Sustainable Living Plan lautet: den Umsatz verdoppeln und gleichzeitig unsere Belastung für die Umwelt halbieren.

Arne Kirchem, Mediachef von Unilever

Advertisements

Nachgefasst: Unilever against waste & BSR nimmt Mülltrennung sportlich

Erfreulicherweise bekomme ich von den Lesern dieses Blogs auch immer wieder Hinweise auf aktuelle Entwicklungen der hier schon behandelten Themen – und gerne gebe ich diese auch an alle weiter:

Vor kurzem habe ich hier die Kampagne „United against Waste“ von Unilever vorgestellt und dabei bedauert, dass diese bislang nur in England durchgeführt wird. Jetzt ist die Initiative auch in Deutschland angekommen: Unter der Führung von Steven Verweij, Vice President von Unilever Food Solutions D-A-CH, wurde „United against Waste“ als eingetragener Verein gegründet.

Das Problem ist bekannt und soll aktiv angegangen werden:

Gut 50% der produzierten Lebensmittel in Deutschland werden nicht gegessen, sondern weggeworfen. Es wird zwar permanent darüber berichtet, jedoch werden selten Lösungen angeboten. Unilever Food Solutions startet jetzt eine Initiative für den Food Service Markt, um viele Köche und die Industrie aktiv davon zu überzeugen, dass der Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmitteln nicht schwer ist und zudem viel Geld spart!

Alleine in Deutschland werden pro Jahr rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. 1,9 Millionen Tonnen davon entfallen auf den Food Service Markt. Würde man diese Mengen an einem Ort zusammentragen, müssten 192 vollbeladene Müllfahrzeuge den Abfall abtransportieren – 5.750 Tonnen täglich.“ (Quelle: Website)

Köchen wird ein deutschsprachiges Lösungspaket angeboten, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und mehr Sorgfalt im Umgang mit Lebensmitteln zu erreichen. Auch bei den eigenen Produkten strebt Unilever mehr Nachhaltigkeit an: „Das in den Knorr Suppen verarbeitete Gemüse stammt zu großen Teilen aus dem Programm „Anbau für die Zukunft“ – einer Initiative für nachhaltige Landwirtschaft, initiiert von Knorr. Für die Produktion der Suppen wird Strom aus erneuerbaren Energien – hauptsächlich aus Wasserkraft – verwendet. Der Standort Heilbronn ist bereits mit Solarpanels und Photovoltaikanlagen ausgestattet.“ (Quelle: Highfood.de).

Die Initiative „Trenntstadt Berlin“ wurde ebenso hier schon vorgestellt; nun hat die BSR sich sportliche Unterstützung geholt: Zusammen mit den Handballern der Reinickendorfer Füchse (aka Die Füchse Berlin) zeigen sie, dass Mülltrennung ein Heimspiel ist:

Sortenreines Trennen spart allein in Berlin jedes Jahr 403.000 Tonnen CO₂ – es kann also nicht oft genug betont werden, wie wichtig Mülltrennung ist.

Vielen Dank an Jan-Patrick Timmer und Philipp Janssen, die mich auf diese Entwicklungen aufmerksam gemacht haben!

Unilever: Müllvermeidung reicht nicht aus für’s neue „green“

Müll, Müllvermeidung, Recycling sind wichtige Themen, wenn es darum geht, Ressourcen zu schonen und sinnvoll zu produzieren. Müllvermeidung ist deshalb auch bei dem Großkonzern Unilever wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsbemühungen – und die beginnt bereits beim Produktdesign:

Unilever verfolgt dabei hehre Ziele, wie man auf der Website nachlesen kann:

Kleine Taten. Große Wirkung.

Mit unserem Sustainable Living Plan wollen wir dazu beitragen, dass Menschen ihre Lebensqualität steigern und gleichzeitig ihre Umwelt schützen.

Wir haben uns drei große Ziele bis 2020 gesetzt:

  • Halbierung der Umweltauswirkungen unserer Produkte
  • Unterstützung von mehr als 1 Milliarde Menschen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern
  • 100% nachhaltige Gewinnung unserer landwirtschaftlichen Rohstoffe

Und dazu gehört auch die grüne Optimierung der Wertschöpfungskette:

Ja, gut, das ist löblich. Aber irgendwie erwartet man so etwas auch, zumal mit den schlankeren Verpackungen Geld (und Platz) gespart werden kann, ganz uneigennützig ist das also nicht.

Unilever geht jedoch noch einen Schritt weiter: Als Nahrungsmittelhersteller möchte der Konzern es auch, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden – nicht erst ein Thema seit „Taste the waste“:

 

Unilever setzt hier nicht beim Verbraucher an, sondern hat mit „United against waste“

Köche und Gastronomie auf seine Seite geholt. Basierend auf den Erkenntnissen des „World Menu Report“ zum Thema „Sustainable Kitchens“ bietet Unilever interessierten Gastronomen ein „Waste Toolkit“ an:

Unilever Food Solutions have partnered with the Sustainable Restaurant Association to create a complete waste audit and waste reduction toolkit so you can start saving money and do your bit for the environment. Below you’ll find all you need to get started on your waste management programme. You’ll need to register to download the tools.

  1. The first stage is to carry out an audit using the toolkit below which will help you to monitor where waste occurs in your kitchen. You’ll also find case studies on how other businesses have used it in the past, FAQs and a Food Waste data tracking sheet which will help you link your food waste management to KPIs.
  2. Secondly within the Smart Staff section you’ll find a range of posters to utilise around the kitchen to highlight awareness and enable you to monitor progress. Within the ‚purchasing tools‘ section you’ll be able to manage stock to allow you to buy more efficiently.
  3. The Mise en Place and recipe tools provide you with recipe templates which, as well as providing a simple way to standardise your recipes, can also be utilised for shopping lists. More importantly the ‚event efficiency tool‘ will help you plan menus whilst tracking costs.
  4. The final element is on plate waste awareness and efficient monitoring.

Ein Ansatz, der auf fruchtbaren Boden fällt, den das Thema Nahrungsmüllvermeidung in der Küche wurde bereits in der „Love Food Hate Waste„-Kampagne aufgenommen:

 

Leider sind diese Aktionen bislang nur auf Großbritannien beschränkt, eine Ausdehnung auch auf Deutschland wäre wünschenswert. Und natürlich ist es zu begrüßen, wenn ein Konzern wie Unilever sich für diese Belange stark macht.

Aber: Das Engagement in Sachen Müllvermeidung und Wertschöpfungskette allein macht ein Unternehmen nicht „green“, denn heute zählt dazu auch die Frage, wie sozial sich ein Arbeitgeber verhält. Und der Vollständigkeit halber muss ich leider erwähnen, dass da noch reichlich Potential vorhanden ist: