Viral wirkt – Clooney macht Druck

Vor einigen Wochen setzte „Solidar Suisse“ einen gut gemachten Spoof ins Internet, der sich seitdem sehr erfolgreich viral verbreitet hat:

 

Solidar fordert dabei von Nestlé, sein gesamtes Angebot auf fair gehandelten Kaffee umzustellen und sich eindeutig gegen Kinderarbeit zu positionieren.

Eine Aktion, die Solidar Suisse nicht nur eine hohe Aufmerksamkeit gebracht hat, sondern die auch einen weiteren Erfolg erzielte, wie die „taz“ meldete:

„Nach Informationen aus der Nestlé-Zentrale in Vevey am Genfer See will Clooney seinen demnächst auslaufenden Werbevertrag für die Nespresso-Kapseln nur verlängern, wenn Nestlé ihm sowie gegenüber „Solidar Suisse“ nachweist, dass die Arbeiter auf den Kaffeeplantagen nach den Kriterien des fairen Handels bezahlt und keine Kinder unter 18 Jahren beschäftigt werden.“ („Vom großen Erfolg eines Doubles“)

Die virale Verbreitung von Parodien erfolgreicher Werbung (wie beispielsweise auch durch Greenpeace) erweisen sich dabei nicht mehr nur als unterhaltsam, sondern erreichen dank Social Media auch eine wesentlich größere Zielgruppe, die sich dann kritisch mit Produkten und Unternehmen auseinandersetzt – und manchmal erreicht ein Double auch das Original…

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Wasserverschwendung ist irgendwie… merkwürdig…

„Wasser wird uns schneller ausgehen als Öl“, orakelt der Nestlé-Verwaltungsratchef Peter Brabeck-Letmathe im Interview mit der SZ am 16.8. (leider -noch- nicht online) – und fordert daher, dass auch Wasser wie Öl seinen Preis haben muss.

Da zuckt man unwillkürlich, wenn ein Nahrungsmittel-Multi Geld für Wasser will, aber Brabeck-Letmathe  erklärt weiter, dass nur 1,5% des weltweiten Wasserverbrauchs privat ist und der Rest von Landwirtschaft und Industrie benutzt und zum Teil auch verschwendet wird, ohne dass diese einen angemessenen Preis dafür bezahlen müssen.

Hätte Wasser einen Wert, würde das mit Sicherheit viele Produkte verteuern (Biosprit wäre z.B. nicht mehr günstiger als normaler Sprit, wenn man die Wasserkosten berücksichtigen würde), aber viele Fehlentwicklungen und deren Folgekosten könnten vermieden – und eine gerechte Verteilung von Wasser für den Privatverbrauch an alle gewährleistet werden.

Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg – und natürlich sollten wir immer vor unserer eigenen Haustür anfangen. Jeder von uns kann bewusster und sparsamer mit Wasser umgehen, denn Wasserverschwendung ist irgendwie…. merkwürdig:

Wie „weird“ man selber ist, kann übrigens auf dieser netten kleinen Website, die zur Kampagne gehört, nachgeprüft werden.