Liebe Pegida, Lediga, liebe Stammtisch-Stammler, liebe AfD-Affen…

(und ich möchte hier ausdrücklich festhalten, dass Affen sehr schöne Tiere sind und durchaus über ein gerüttelt Maß an Intelligenz verfügen!)

…ich habe ganz schlechte Nachrichten für euch: Bis 2050 werden sich weitere 200 Millionen Menschen auf den Weg zu euch machen – hat die Weltorganisation für Migration errechnet. Weniger wegen Kriegen, sondern weil der stetig voranschreitende Klimawandel ihnen die Lebens- und Überlebensgrundlagen rauben wird. Und die kommen alle zu euch: in eure Vorgärten, auf eure Bierbänke in eure Plattenbau-Siedlungen! Glaubt nicht, dass da Zäune, Mauern oder Grenzen helfen werden…

Ich weiß, ihr wollt das nicht. Doch die gute Nachrichtet lautet: Ihr könnt selber etwas dafür tun, dass sich die Flüchtlinge gar nicht erst auf den Weg machen!! Kein Mensch verlässt seine Heimat freiwillig und nimmt die Strapazen einer abenteuerlichen Flucht gerne auf sich. Wenn Ihr dafür sorgt, dass die Menschen in ihren Ländern ökologisch und ökonomisch überleben können, dann bleiben die da! So einfach ist das!

Was könnt ihr konkret machen?

  • Kauft faire Produkte! Damit sorgt ihr dafür, dass die Erzeuger von Kaffee, Kakao, Baumwolle und anderen Rohstoffen von ihrer Arbeit leben können.
  • Unterstützt keine Multis! Die großen Konzerne scheren sich einen Scheißdreck um Arbeitsbedingungen, Sicherheit und gerechte Löhne und sorgen auf diese Weise dafür, dass Menschen zu „Wirtschaftsflüchtlingen“ werden! Einfach mal weniger Hass-Kommentare posten und stattdessen ein bißchen im Internet recherchieren, bei wem ihr lieber nicht mehr kaufen solltet. Kauft nicht bei Unternehmen wie IKEA, Apple, Starbucks, die bei uns ihr Geld verdienen, aber in Deutschland keine Steuern zahlen, sondern ihre Gewinne so lange hin und her schieben, bis sie in Steueroasen landen. Wenn alle diese Unternehmen hier ihre Steuern zahlen würden, hätten wir mehr als genug Geld für Kitas, Schulen, unsere Polizei UND eine menschenwürdige Flüchtlingsunterbringung zur Verfügung!
  • Esst weniger Fleisch! Die Herstellung von Fleisch zerstört Landwirtschaften, verbraucht Wasser, fördert den CO²-Ausstoß usw. Ernährt euch mehr pflanzlich – und seht Fleisch als etwas Besonders an – so wie früher den Sonntagsbraten (Und für die ganz Harten unter euch: da war doch mal was: Adolf – Vegetarier – und so…. seht ihr!)
  • Spart euch Flugreisen und Kreuzfahrten! Liebe Wutbürger, ich weiß, ihr liebt eure Kreuzfahrten, die habt ihr euch auch wahrlich verdient, aber: ein mit Schweröl fahrender Dampfer pustet so viel Dreck in die Luft wie 5 Millionen Autos auf der gleichen Strecke. Denkt daran: Wenn die Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt, dann kommen all die Menschen aus den Küstenregionen zu uns. Und ihr seid Schuld daran!
  • Fahrt Fahrrad und geht zu Fuß! Gleich wieder weniger Dreck verursacht… und bildet wenigstens Fahrgemeinschaften, wenn ihr zu euren Demos fahrt – oder nehmt gleich die Bahn. Laufen und radeln hält euch fit und gesund – und den Flüchtling in seinem Land. Eure montäglichen Spaziergänge sind da schon einmal ein guter Anfang!
  • Schmeißt weniger weg! Vermeidet Müll, der in die Verbrennung geht, kauft Produkte, die ihr reparieren könnt, grundsätzlich weniger Plastik kaufen, sondern lieber Dinge, die halten. Wenn ihr mit Eddings eure Plakate malt, dann benutzt wenigstens die wiederbefüllbaren…Wir verschiffen unseren Dreck immer öfter zu illegalen Müllhalden nach Afrika und verpesten dort die Umwelt. Und wo gehen die dann hin, wenn man dort nicht mehr leben kann? Richtig…..
  • Wechselt die Bank und investiert besser! Kommt, ein bißchen Geld habt ihr doch zurückgelegt…. nur: die Aktien, die ihr gekauft habt, und die Fonds, in die ihr investiert habt, unterstützen oftmals die Unternehmen, die mit ihren Methoden die Menschen in die Flucht – zu euch – treiben. Da dies nun das letzte ist, was ihr wollt, wechselt doch beispielsweise zur GLS-Bank, die in ökologische und soziale Projekte investiert. Nochmals: Wenn es denen da gut geht, bleiben die da…!
  • Spendet! Ganz im Ernst: Auf die Politik können wir uns nicht verlassen, aber wem sag ich das, das wisst ihr ja selber besser. Unsere Entwicklungsmillionen kommen nie da an, wo sie sollen, und das Ergebnis steht nun vor eurer Tür. Macht selber was! Spendet Geld für Bildungsprojekte, für Brillen, für Gesundheitsmaßnahmen – schon mit wenig Einsatz könnt ihr viel erreichen. Wen ihr mit eurem Geld klüger macht, der löst die Probleme vor Ort – und ihr habt eure Ruhe. Wenn jeder von euch jeden Monat nur 10 Euro spenden würde, müssten wir über Flüchlingsproblematiken bald nicht mehr reden….

Natürlich gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, aber wichtig ist, dass ihr mal anfangt, etwas selbst in die Hand zu nehmen. Also: Klappe zu, nicht immer nur krakeelen, sondern Ursachen bekämpfen! Werdet zur Speerspitze einer neuen ökologisch-ökonomischen-fairen Bewegung, denn dann hat das alles Sinn!

Und natürlich gelten diese Vorschläge auch für alle Nicht-Pegida und Nicht-Legida, für die Nicht-Stammtisch-Stammler und die Nicht-AfD-Affen…. 🙂

 

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Postkarten aus der Zukunft

„Futur Zwei“ nennt Harald Welzer seine gedanklichen Perspektiven: „Wer werde ich gewesen sein?“ Welche Figur macht mein heutiges Ich in einem fiktiven Blick zurück aus der Zukunft? Der Blick zurück aus der möglichen Zukunft auf uns heute sollte uns Anstoß geben, verantwortungsvoller zu leben.

Die Künstler Robert Graves und Didier Madoc Jones schicken uns in ihrem Kunstprojekt nun Postkarten aus der Zukunft und zeigen uns (nicht nur) am Beispiel Londons, welche Folgen die Klimaerwärmung haben wird, wenn wir nicht eingreifen:

Trotz aller bizarren Schönheit machen die Bilder nachdenklich, zeigen sie doch die heutige Metropole als eine bald versunkene Lagunenstadt, wie sie durch die Anhebung des Meeresspiegels entstehen könnte:

Doch auch längere, härtere Winter aufgrund der Klimaverschiebung wären denkbar:

Der Verdienst dieses Projektes liegt darin, uns abstrakte Szenarien ganz konkret vor Augen zu führen: Wie wird die Welt aussehen nach der Erderwärmung? Und wie werden wir in ihr dann leben?

Vielleicht helfen uns diese Postkarten aus der Zukunft, die man hier auch käuflich erwerben kann, bei der Fragestellung, was wir uns wohl eines Tages wünschen werden, wie wir uns heute hätten verhalten sollen, um diese Zukunft anders aussehen zu lassen (und ich weiß jetzt nicht, ob ich das zeitlich richtig gelöst und formuliert habe… 🙂 )

Folge der Macht – werde ein grüner Jedi!

Nun ja, einen grünen Jedi gibt es ja schon – Yoda, der Meister mit dem Stock und der gewöhnungsbedürftigen Syntax.

Doch jetzt werden wir ganz ausdrücklich dazu aufgerufen, uns der Rebellion anzuschließen und uns einer dunklen Konzernmacht zu widersetzen:

Hintergrund: VW gibt jedes Jahr sehr viel Geld für Lobbyisten aus, die schärfere EU-Klimagesetze blockieren um zu verhindern, dass die CO2-Reduktionsziele bis 2020 von 20 auf 30 Prozent angehoben werden. Klimaschutz findet bei VW also nur statt, wenn Autos damit teurer verkauft werden können, wie zum Beipspiel die Modelle mit BlueMotion-Spritsparkontrolle.

Hinter diesem wunderbaren Clip und der Website steckt Greenpeace, die auf sehr clevere Weise den Werbeerfolg des VW-Spots nutzen: Mehr als 40 Millionen Clicks auf das Original bedeuten, dass ganz viele Menschen diesen kennen – und man die Geschichte einfach nur noch weitererzählen muss….

Der Original-VW-Spot (für die, die ihn noch nicht kennen sollten…):

Gibt es eigentlich schon einen Begriff für das Kapern von Werbewelten? 🙂

Die Guten holen auf: Innerhalb von 24 Stunden konnte die Website schon über 50.000 neue Jedi-Rebellen gewinnen – und wie wir alle wissen, haben dunkle Mächte auf lange Sicht nie eine Chance:

Möge die Macht mit uns sein!