Geht nicht, gibt’s nicht!

Papier aus Stein? Textilien aus Kaffeeresten? Unkrautvernichter aus Disteln? Das geht doch nicht – und selbst falls es doch gehen könnte, so wäre es doch mit Sicherheit kein Geschäftsmodell. Hört Gunter Pauli bei einem seiner „spinnerten“ Idee ein „Das geht doch nicht“, dann wirft er diese Person höflich-bestimmt aus den Raum, denn dieses Denken mag er nicht um sich haben. Ihn interessieren nur Menschen, die beginnen, mit ihm darüber nachzudenken, wie es gehen könnte.

Und so gibt es heute Papier aus Stein, Textilien aus Kaffeesatz und vieles mehr, insgesamt 188 Projekte. Dafür hat er mit seiner „blue economy“ 4 Milliarden Euro aufgetrieben und 3 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Wir müssen mehr machen aus dem, was wir haben – und wir dürfen uns von eingefahrenen Denkweisen nicht abhalten lassen, ist nicht nur sein Credo, sondern seine Realität.

Ich hatte das überaus große Vergnügen, beim diesjährigen Entrepreneur Summit Gunter Pauli zuhören zu dürfen, und es hat mein Denken bewegt. Für alle, die sehen und hören wollen, was möglich ist, wenn man sich den Widerständen entgegenstellt, ist hier sein Vortrag als Video – nehmt euch die 45 min Zeit, es lohnt sich!

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3 Gedanken zu „Geht nicht, gibt’s nicht!

  1. Ganz so euphorisch sollte man da nicht werden:
    1. Gunter Pauli ist nur EIN Vertreter der Blue Economy. Blue Economy wurde von einem Team aus Initiatoren 2009 in Berlin gegründet. Nicht alles was Gunter Pauli erzählt ist total nachhaltig – man sollte das von Dir verlinkte Stonepaper (hier auf Deutsch: http://www.blueeconomy.de/m/news/view/StonePaper-Das-umweltfreundliche-Papier-der-Zukunft) auf der Blue Economy Seite schon lesen!

    2. Blue Economy ist keine Organisation, sondern eine Wirtschaftsphilosophie, und stellt Beispiele vor, die bereits nach ‚blauen‘ Ansätzen wirtschaften. Wenn Geld investiert oder Arbeitsplätze geschaffen werden, geschieht das durch Unternehmer, die das tun unabhängig davon, ob jemand dazu ‚Blue Economy‘ sagt oder nicht. Gunter Pauli hat weder 4 Mrd. EUR eingesammelt noch 3 Mio. Arbeitsplätze geschaffen.

    3. Falls Du bereits zu Beginn des Vortrags im Raum warst: es kam eine Gerichtsvollzieherin, die Pauli etwas zustellen wollte. Man sollte sich schon fragen, was für Dreck der Typ am Stecken hat – s. auch die kritischen Kommentare unter dem Video auf Youtube.

    Würde mich freuen, wenn Du diesen Kommentar freischaltest, damit sich auch Dritte eine eigene Meinung bilden können.

    • Du weist zurecht daraufhin, dass nicht Gunter Pauli die gesamte „blue economy“ ist, aber das erklärt er ja auch selbst in seinem Vortrag so – das wurde von mir ein wenig ungenau dargestellt. Danke für den interessanten Link in Sachen „Papier aus Stein“!
      Auf deinen Hinweis hin habe ich ein wenig im Netz recherchiert, ob ich kritische Töne zu Gunter Pauli finde, bin aber nicht wirkich fündig geworden – wenn du da Quellen hast, kannst du sie gerne hier posten, damit sich jeder sein eigenes Bild machen kann. Die förmliche Zustellung eines Schriftstücks kann aber vielerlei Gründe haben, die nicht zwangsläufig auf großen Dreck am Stecken schließen lassen müssen.
      „Blue Economy“ als Denkansatz sollte meiner Meinung nach viele viele Menschen erreichen – und da kann es nur hilfreich sein, wenn ein charismatischer und redegewandter Mensch wie Pauli für die gute Sache trommelt.

  2. Pingback: Das ist doch alles kalter Kaffee… | greenmakketing

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