Endlich: Wasser sparen mit der „Fake Shower“-App

Wasser ist ein sehr wertvolles Gut – und doch gehen wir immer noch recht verschwenderisch damit um. Es gab da zwar schon den einen (Nutze deinen Wasser-IQ!) oder anderen (Wasserverschwendung ist irgendwie merkwürdig) kommunikativen Ansatz, aber der Durchbruch (und da überschlage ich mich fast vor Begeisterung) kommt jetzt mit der „Fake Shower“-App!

Es gibt eben im Zusammenleben von Menschen durchaus intime Momente, die mit Geräusch verbunden sind, aber seht doch einfach selbst:

Was könnte als nächstes kommen? Die „Fake Heizung“, eine App, mit der man sich ein paar wärmende Gedanken machen kann? Der „Fake-Motor“, mit der man auch als Fußgänger tolle Motorengeräusche von sich gibt (ideal für Autofahrer, die nach dem Führerschein-Verlust unter Entzugserscheinungen leiden) – oder die „Fake App“-App, die einfach nur vorgibt, eine sinnvolle App zu sein? Ach nein, die gibt es ja schon…

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Grün, high und Spaß dabei – oder: Der Wahnsinn hat Method

Muss „grün“ eigentlich immer seriös und so getragen ernst sein? Müssen grüne Produkte immer noch wie dieses öde Holzspielzeug aussehen? Haben wir uns immer noch nicht von der lila Latzhose und dem Jute-Beutel ( die mich ja sehr prägten) erholt?

Amerika, du hast es besser, denn da hat der Wahnsinn Method(e):

Man könnte meinen, da hat jemand zu lange am Haushaltsreiniger geschnüffelt, und doch steckt da ein noch recht junges, sehr erfolgreiches Unternehmen aus San Francisco dahinter: Method – und die Kampagne „People against dirty“. Ziel: „to design the smartest, greenest and best-looking cleaning products on the market.“

Design… best-looking… da schüttelt es den protestantisch-geprägten deutschen Nachhaltigkeitsbürger, denn da steckt ja viel zu viel Spaß dahinter. Und Spaß ist nun mal nicht ernst genug. Und deshalb haben wir in Deutschland nur „Frosch„. Oder „Terra“ – und das sieht dann so aus:

Zurück zu erfreulichen Dingen, zurück zu Method: Allem Spaß und dem poppigen Design zum Trotz handelt es sich hier um ein „grünes“ Unternehmen, das mit natürlichen und ziemlich chemiefreien Reinigungsmittel zeigt, dass Nachhaltigkeit auch lustig sein kann – was sich in ihren lesenwerten Webtexten wiederfindet:

We’re in business to change business. At method, we see our work as an amazing opportunity to redesign how cleaning products are made and used, and how businesses can integrate sustainability. Our challenge is to make sure that every product we send out into the world is a little agent of environmental change, using safe and sustainable materials and manufactured responsibly. Little green soldiers in the battle of doing-well-by-doing-good, if you will. This is why we make our bottles from 100% recycled plastic, why we constantly seek to reduce the carbon emitted by our business (and why we offset the remainder), why we never test on animals, why we design innovative products using natural, renewable ingredients, and why we’re transparent about the ingredients we use, how we make our products, and what our track record is as a green business.

Kann man sich sowas bei „Frosch“ vorstellen? Ich meine das Flaschen-Design, nicht die Gründer….

Most companies treat product design like it ain’t no thang. At method, we believe product design is a thang. It’s very much a thang. So when we were figuring out how to package our products, we enlisted world-renowned designer Joshua Handy to sculpt some of the finest pieces of recyclable plastic art this side of MoMA. Form, meet function. Function, form. You two play nice.

Clean happy!

Es geht also doch. Grün kann Spaß machen. Grün muss Spaß machen. Und Grün kann auch ästhetisch ansprechend und poppig sein.

Wir stellen vor: den Nachhaltigkeitsmanager

Heute einmal einen Post in Sachen „Hultgren & Partner„:

Am 18. April stellen wir im Rahmen des KMU Workshop Unternehmen Nachhaltig und Gesund an der IHK Potsdam unseren Weiterbildungslehrgang zum „IHK-zertifizierten Nachhaltigkeitsmanager“ vor. Dieser startet erstmals im Juni in Potsdam und wird an 3 Wochenenden (jeweils fr/sa) die Themen Nachhaltigkeitsberichterstattung, Fördermittel, Green Marketing und Green Events behandeln.

Am 18. April stellen wir die Inhalte und den Ablauf genauer vor – wer Lust und Zeit hat sei herzlich eingeladen (auch Berliner!). Um 18.00h geht’s los: IHK Potsdam, Breite Straße 2 a –c, R 372/373

Infografik „iKill“ – und in Wirklichkeit ist alles nur halb so schlimm….

Schon mehrmals waren die Arbeitsbedingungen bei der Foxconn, die unter anderem eine Reihe von Apple-Produkten herstellt, hier Thema (s. „Klebt Blut an den iPads“ und „Blut am Apfel – make IT fair„).

Tony Shin hat mir nun freundlicherweise folgende Infografik zur Verfügung gestellt:

iKill

Created by: Online MBA Programs

In den USA zeigte ABC zudem einen 15minütigen Beitrag über Foxconn:

Zusammen mit einem Vertreter der „Fair Labor Association“ gelingt ein zweifelhafter Einblick hinter die Kulissen, denn alles dort vor Ort wirkt wie extra herausgeputzt. Dementsprechend fiel auch das Ergebnis aus: Die Anlagen seien erster Klasse und auch die körperliche Verfassung der Mitarbeiter läge weit über dem chinesischen Durchschnitt.

Wie die SZ berichtet, hat auch Apple reagiert und einen Fehler in dem Bericht moniert: Nicht 6.000 mal am Tag müsse ein Mitarbeiter dort den immer gleichen Handgriff tätigen, sondern nur 3.000 mal….

Blue Marketing statt Green Marketing?

Die jüngeren Leser kennen „Dschinghis Khan“ nur noch von pittoresken Schlagerparties, wir älteren haben damals (1979) den grandiosen 4. Platz beim Grand Prix Eurovision de la Chanson noch live erlebt (zum Angucken hier).

Leslie Mandoki, der illustre Tänzer der Gruppe, ist bis heute ein musikalisches Mastermind hinter unglaublich vielen Projekten – unter anderem ist er der „VW-Hauskomponist“, wie die SZ am Mittwoch schrieb. Und anscheinend auch der neue Vordenker.

Denn die SZ zitiert ihn wie folgt:

„VW gibt Antworten, das ist nicht mehr grün. Das ist blau. (…) Grün ist für mich die Frage, blau ist die Antwort.“

Bluewashing muss das jetzt also heißen, denn Greenpeace (oder demnächst: Bluepeace) hat ja VW und seine grün/blaue Politik schon seit langer Zeit ins Visier genommen. Und steht damit nicht alleine, wie es die wunderbare Auswahl an Clips und Filmen auf „See Volkswagen differently“ zeigt.

Mir fällt dazu nur noch ein, dass es ja keine dummen Fragen gibt – nur dumme Antworten. Und die sind dann eben blau. Und green makketing bleibt green makketing.