Blühende Wälder und dunkle Wiesen – grüne Stereotype in der Werbung

Hat sich eigentlich irgendjemand schon mal gefragt, seit wann Wurst ausgerechnet in einer Mühle hergestellt wird? Egal – solange weiterhin alle Stereotypen und Klischees das schönen Landlebens gewahrt werden:

 

…werden Würste wahrscheinlich noch in Baumhäusern gezüchtet:

 

Nun ja, würde man ein bißchen genauer hingucken, so wie greenpeace, dann würde man merken, dass hinter der schönen Fassade doch so einiges nicht stimmt:

Natürlichkeit liegt im Trend, also macht die Rügenwalder Mühle jetzt auch mal ein bisschen auf „pur“ und lässt vier überflüssige Zusatzstoffe weg. Aber selbstverständlich liefert ihnen Deutschlands umsatzstärkste Wurstmarke weiter echte Massenware – aus Agrarfabriken, in denen Tausende Schweine industriell gemästet werden.“

Viel spannender im Sinne von greenmakketing ist es jedoch, wie schnell diese Klischee auch wieder zur Persiflage eingesetzt werden können, z.B. wenn es um glückliche Gemüse-Döner geht:

 

Oder auch um die Apfelernte für den richtigen Cider:

 

Stereotype und Klischees dienen eben in der Werbung dazu, schnell Bilder, Assoziationen und Stimmungen zu schaffen, die der Konsument dann möglichst gar nicht erst hinterfragt. Oder wie war das nochmal mit Wurst & Mühle…? 🙂

Wir stutzen erst dann, wenn uns die gleichen Bilder in einem „falschen“ Kontext präsentiert werden – dabei sollten wir uns  schon eher mal fragen, was uns da eigentlich präsentiert wird:

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2 Gedanken zu „Blühende Wälder und dunkle Wiesen – grüne Stereotype in der Werbung

  1. Pingback: quergelesen 3 | makketing

  2. Pingback: Jetzt neu beim Rügenwalder: Kampfwürste | talketing

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