Gemeinsam Pflanzen pflanzen.

Wer erleben will wie die Produkte immer grüner werden, kann mehr tun als sein „Golden Toast“ im Brotkasten beim schimmeln zu beobachten.

Seit Opas Zeiten locken die Firmen mit Sammelaktionen, um den Konsumenten zu animieren und zu binden. Meist sind – wir müssen wohl sagen waren – dies Fußballbildchen oder Ähnliches.

DANONE lockte noch kürzlich mit Buchstabenmagneten beim Kauf von FRUCHTZWERGEN. Jetzt aber wird’s GRÜN: beim Kauf einer Verpackungseinheit Fruchtzwerge erhält der Käufer eine von fünf PFLANZENKARTEN – dadrauf der Slogan „Gemeinsam Pflanzen pflanzen“.

Meine Pflanzenkarte enthielt Petersilie. Natürlich sind’s Kräuter, obwohl ich mir auch Rosen, Tulpen oder Limettenbäume gut vorstellen könnte. Die Kräutersamen in der Pflanzenkarte sind wahrscheinlich die einzige natürlich Zutat im Fruchtzwerg.
Drinnen kommt’s richtig dicke, ein Fest für jeden Texter: „Plant for the Planet“, dadrunter der Aufruf „Hilf mit, bis zu 100.000 Bäume zu pflanzen“. Und jetzt anschnallen: „Für mehr KLIMAGERECHTIGKEIT weltweit“.

Na das ist mal ne Zielmarke. Fragt sich nur was Klimagerechtigkeit bedeutet. Sollen wir gerechter zum Klima sein, oder das Klima zu uns. Soll’s in den nächsten Jahren überall ein bisschen wärmer werden? Oder nur da, wo die Schornsteine richtig rauchen?

Weiter unten im Text erfahren wir noch, dass für jede Urkunde ein Baum gepflanzt wird. Auf der angedeuteten Weltkarte stehen süße Laubbäumchen auf den ärmeren Kontinenten. Ein Baum scheint in Indonesien heimisch geworden zu sein, zwei stehen in Afrika und zwei weitere in Zentralamerika.

Was das soll? Danone wird’s wissen, einfach mal nachfragen unter: presse@danone.de

Oder habt Ihr Fragen an mich? Mein Sekretariat ist unter a.merkel@bundeskanzleramt.de praktisch rund um die Uhr für Euch da!

Liebe Grüße – Euer Oliver

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Über Oliver Schmidt

Oliver Schmidt arbeitet als Unternehmensberater (Sandwichpicker GmbH, Hultgren Nachhaltigkeitsberatung), Coach internationaler Startups und als Dozent (FU Berlin, HU Berlin, HNE Eberswalde, Universität Trier, Europauniversität Viadrina Frankfurt (Oder), Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz (Ukraine)) und als Gründungsberater. Sein besonderes Augenmerk gilt dem Spannungsfeld aus strategischem Nachhaltigkeitsmanagement, Unternehmensführung und Marketing. Als Mitglied im Netzwerk Unternehmertum der Freien Universität Berlin unterstützt er Studentinnen und Studenten des Deutschlandstipendiums als Förderer und Mentor. Im Netzwerk zentral- und osteuropäischer Universitäten Tempus Eanet engagiert er sich als Leadoach und Dozent. Am liebsten erklärt er die Welt in Vorträgen, Workshops oder Blogbeiträgen.

2 Gedanken zu „Gemeinsam Pflanzen pflanzen.

  1. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie simpel und einfallslos so manche (mit Sicherheit gutbezahlten) Marketing-Abteilungen dich arbeiten: Oh, „nachhaltig“ ist grad voll im Trend, da kann man bestimmt auch unser Produkt besser verkaufen…“ „Hmm, wie nur, etwa auf Künstlichkeit verzichten??“ „Nein, nu mach mal halblang, wir erzählen einfach was von öko und so und packen mal ein paar Saatkörner dazu, das reicht bestimmt, um dem Kunden ein grünes Image zu vermitteln!“ „Puuuh na dann, ich dachte schon, du wolltest Ernst machen….“…..

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