Premium Cola – das Kollektiv als Grundprinzip

Es begann damit, dass die gute alte „Afri-Cola“ nicht mehr die gute alte war, sondern – ohne die Kunden darüber zu informieren – der früher sehr Koffein-Gehalt abgesenkt wurde.  Und was löst so eine Aktion bei den Fans aus? Frust….

Dieser Frust führte dazu, dass einige Afri-Fans sich überlegten, wie sie sich „ihre Cola“ wieder zurückholen könnten: Premium-Cola war geboren!

Gewinnsucht wird als Wurzel aller Übel ausgemacht und daher überlegen sich die Gründer, wie sie alle Prozesse anders organisieren können. Sie finden schnell eine Antwort: im Kollektiv!

„Das Premium-Kollektiv umfasst theoretisch alle, die in irgendeiner Weise beteiligt sind: Hersteller, Spediteure, Händler, Gastronomen und insbesondere auch Konsumenten. Jede/r der/die mal eine Flasche getrunken hat, ist ein Beteiligte/r und kann mitlesen sowie mitreden. Deshalb wollen wir bewusst jede/m die Möglichkeit dazu bieten. Fast.“

Kann so etwas funktionieren? Dass Gestaltungsmöglichkeiten in die Hände der Konsumenten gegeben werden, ist uns mittlerweile vertraut – aber den Cola-Trinker auch zum „Sprecher“ des Unternehmens zu machen, der seine Vertriebsstellen selbst akquirieren soll, scheint gewagt.

Doch ein Kollektiv kontrolliert sich auch gegenseitig – und verhindert stures Gewinndenken.

Aus den Erfahrungen mit dem Kollektiv haben die Macher von Premium ihr sogenanntes „Betriebssytem“ weiterentwickelt, das aus 50 Modulen besteht.

Premium – und der Erfolg hat dazugeführt, dass es mittlerweile nicht nur Cola, sondern auch Bier und Kaffee gibt, die nach dem Premium-Prinzip vertrieben werden – zeigt auf, dass die „bessere Alternative“ trotz höherer Preise sehr gut funktionieren kann. Die Dinge müssen einfach nur anders gedacht werden…

Umso offener die Strukturen werden, desto stärker binden sich auch die Konsumenten an Marken und Unternehmen. Und Open Source-Denken führt zu neuen Formen  – wie dem Franchise 2.0.

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Green events – green sponsoring – green washing?

Die Vattenfall – Lesetage – und vor allen Dingen der Protest dagegen – zeigen, dass auch Veranstalter zunehmend vom green markteing betroffen sind. Denn so sehr auch Sponsoren auf der einen Seite für das Umsetzen von tollen Eventideen benötigt werden, so muss doch zunehmend darauf geachtet werden, wofür der Sponsor eigentlich steht.

Es gibt mehrere als nur das aktuelle Beispiel Vattenfall aus Hamburg, bei denen von den Sponsoren her versucht wird, sich an das positive Image einer Veranstaltung ranzuhängen, um sich selbst damit aufzuhübschen – und im Extemfall „green washing“ zu betreiben.

Doch durch Social Media können solche Kritikpunkte am Sponsoren schnell auch die eigentliche Veranstaltung beschädigen. In Hamburg entstand so das Gegenprojekt „Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen“

Ein wachsendes Dilemma für Veranstaltungsorganisatoren: Geld nehmen und Klappe halten? Oder nur noch „korrekte“ Sponsoren suchen – auch wenn es aufwändiger ist?

Zum Start – ein Klassiker: The story of stuff

Grünes Denken im Marketing greift in alle Bereiche der Produktwelt: Ressourcen, Produktion, Vertrieb, Verkauf, Konsum. In diesem schön gemachten kleinen Film werden diese Zusammenhänge aufgeziet – was könnte ich besseres zum Start dieses Blogs posten?! 🙂